Humankapital im Unternehmen umschreibt die große Bedeutung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens und muss nach unserer Auffassung wesentliche Grundlage moderner Unternehmens- und Personalpolitik darstellen. Mitarbeiter sind nicht nur als reine Produktions- und Kostenfaktoren zu sehen. Leistungsbereitschaft und Know-how der Mitarbeiter sowie alle Mittel und Bemühungen, diese zu erhalten und zu stärken, müssen von daher in den Mittelpunkt unternehmens- und personalpolitischer Zielsetzungen gerückt werden.

In mittelständischen Unternehmen obliegt die Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Humankapitals meist dem Unternehmer. Humankapital erweitert das betrieblichen Personalmanagements (Human Resource Management) mit dem Ziel einen positiven Beitrag zur Wertschöpfung und zum Unternehmenswert zu leisten Humankapital Management hat diesen Wertbeitrag zu planen, zu steuern, zu kontrollieren und zu kommunizieren. Auf eine Messung des betrieblichen Humankapitals im mittelständischen Unternehmen sollte zugunsten einer selbstkritischen Bewertung jedoch entfallen.

Wie leider vielfach praktiziert wird durch Entlassungen und die Reduktion von Personalentwicklung (die zwei Hauptmaßnahmen im Personalbereich zur Steigerung des Shareholder Values) zwar ein kurzfristiger, positiver Wertbeitrag erzielt, langfristig aber Wert vernichtet wird und damit die Existenz des Unternehmens gefährdet ist.

 

 

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